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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut KölnMax-Bruch-ArchivSignatur: Br. Korr. 154, 383

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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut Köln ; Max-Bruch-Archiv

Signatur: Br. Korr. 154, 383


Bruch, Max (1838-1920) [Verfasser],Rudorff, Ernst (1840-1916) [Adressat]

Köln, 03.01.1870. - 4 Seiten, Deutsch. - Brief, Brief

Inhaltsangabe: MB freut sich über die Wiederanstellung von ER in Berlin, hofft Klärung des Problems mit Mühler durch Zwischenbehörde. „Man kann sich nicht gar genug freuen, daß die Hochschule Berlin und Deutschland und der Kunst erhalten bleibt; sie wird immer tiefer Wurzeln schlagen und ohne alle Frage eine stets wachsende Wirkung auf die heranwachsende Künstler Generation ausüben. Für Dich kann nun auch Berlin sich immer angenehmer gestalten, und nun ist es sehr wichtig, zu wissen, daß Du jetzt lange Zeit hierdurch nicht daran denken wirst, Berlin zu verlassen. Wenn es uns noch gelingt, den Scholz wegzuloben, nach Aachen, so wird es immer netter!Es freut mich ungemein, daß gerade in demselben Moment, wo Sondershausen Herrn Ferd. Breunung (an dem man selbst bei mikroskopischer Untersuchung keine productiven Eigenschaften zu entdecken vermag), beruft, der Esel von Mühler doch wiederanstellen muß. Daß er danach bleibt, ist gewiß das Stärkste, was ein Minister seit den römischen Königen geliefert hat. Für Deinen treulichst erstatteten Bericht über Quartier-Specialitäten danken wir Beide herzlich. Wegen ferner dahin gehörigen Angelegenheiten dürfen wir Dich nicht bemühen; Ich habe Wolff geschrieben, der sich in diesen Tagen aus der berauschenden Umarmung der ... löst, er thut uns auch gern einen Gefallen, und kann mit Dir conferiren, über das Anstreichen. - Leider! ist es mir nun doch unmöglich, am 6. zur Ballade zurückzusein; ich dacht es nicht, daß es kommen würde. Simrock kommt nämlich erst morgen, den 4. ... wir haben mit Lohmann wegen des Autographirens der Part. der Hermione zu verhandeln, und es ist nöthig, daß ich dabei bin. Von hier muß ich dann am 5. auf ein paar Tage nach Hannover, um Stägemann’s Ansicht über die Parthie des Leontes zu hören – von Hannover am 8. Nach Sondersh. um Bücher etc. zu verpacken und nach Berlin zu expediren, so daß ich vor dem 10. keinesfalls zurück sein kann. Meine Schwester denkt am 22. d. einzutreffen. Ihre Sachen expedirt sie einige Tage früher. All dies Reisen bei dieser anhaltenden grimmigen Kälte ist durchaus kein Vergnügen - meinen hübschen Pelz zu 48 Thlr. habe ich hier gekauft, aber Pelzstiefel fehlen mir noch. – Ich denke, daß die Ballade Dich jetzt völlig befriedigen wird; Joachim wird sicherlich von Manchem darin überrascht und erstaunt sein, da der Klang ihm neu ist. Grüße ihn und sage ihm, daß wir Berliner werden wollen, auch die Julie van A., wenn Du sie sehen solltest.“ Weitere Grüße.

Bemerkung: Max BruchBezug zu: Ernst Rudorffs Ballade in drei Sätzen für Orchester op. 15

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Max-Bruch-Archiv / Korrespondenz

DE-611-HS-4308347, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4308347

Erfassung: 11. Dezember 2025 ; Modifikation: 27. Februar 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-02-28T01:18:49+01:00